for harp, flute, percussion & live electronics
Unerbittlich schreitet die Zeit voran. In strange times wird dieses unaufhaltsame Fortschreiten durch die stetigen, fast rituellen Schläge des Schlagzeugers auf Bambusstäben hörbar gemacht – ein archaischer Puls, der mit wenigen Ausnahmen das gesamte Stück durchzieht. Vor diesem strengen Zeitgerüst entfalten sich nur wenige, dafür umso prägnantere Ereignisse. Fragile Zitate aus längst vergangenen Epochen auf der barocken Trippelharfe sowie die dunklen, auf gestimmten Flaschen geblasenen Töne der Flöte spannen einen weiten Bogen über Jahrhunderte. Alle Klänge werden von einem allgegenwärtigen elektronischen Echo eingefangen, verlängert und in die Gegenwart zurückgeworfen – als akustische Spur, die sich in den fortlaufenden Puls einschreibt.